Zeit-Geschichte 1

Was geschah im Reich

1786

Friedrich der Große verstarb

1812

Erste Wehrpflichtgesetz, Aufhebung der Leibeigenschaft

1820

Turner und Burschenschaften werden in Preußen verboten

1832

Verbot aller Vereine mit politischer Tendenz

1842

Erlass für Kriegervereine um Sympathien für das preußische Militärwesen zu wecken

 1850

Preußische Verfassung

1854

Gewerkschaftsverbot für Landarbeiter und Gesinde

1883

Erste gesetzliche Krankenversicherung

1886

Erstes Automobil von Daimler und Benz

1888

Kaiser Wilhelm I. verstorben

1890

Kaiser Wilhelm II. entlässt Reichskanzler Bismarck
Otto_von_Bismarck

1891

Erste Flugversuche gelingen Otto Lilienthal

1894

Bau des Reichstages

1896

Gründung Kyffh.- Kam. Berkenthin; Einweihung des Kyffh.- Denkmal;
Einweihung
Erste olympischen Spiele der Neuzeit in Athen

1897

Bau des Hamburger Rathauses

1898

Das Reich beginnt mit Flottenausbau; Erste Invaliden- und Renten- Versicherung

1900

Gründung des Kyffhäuserbundes als Dachverband aller Kriegervereine,
Olympische Spiele – Paris
Einweihung des Elbe- Trave- Kanals
 

aus Geschichte des Kyffhäuser - Bundes

1763 Der Siebenjährige Krieg ist zu Ende. Preußen ist ausgeblutet. Friedrich II. (der Große) kümmert sich jetzt um die Milderung der Not in seinem Lande. Friedrich, gleichermaßen Soldat wie König, widmet seine besondere Fürsorge den Kriegsinvaliden, Witwen und Waisen seiner Soldaten. 1784 Zwölf ehemalige Füsiliere des FüsiliereInfanterieregiments 36 des Generalmajors von Brüning marschieren von Wangerin, einer kleinen Stadt in Pommern, nach Brandenburg an der Havel - ca. 260 km - und werden im Auftrage weiterer 28 Kameraden beim Chef ihres Regiments vorstellig, um an allerhöchster Stelle die Erlaubnis zu erwirken, in ihrer Heimatstadt eine Schützenbruderschaft gründen zu dürfen. 1786 Zwei Monate vor seinem Tode erteilt der König Friedrich II. den vierzig ehemaligen Soldaten des Regiments von Brünning die Erlaubnis zu einem kameradschaftlichen Zusammenschluss. Er verleiht ihnen als Wangerinerfahneäußeres Zeichen seiner Anerkennung die Fahne ihres ehemaligen Regiments mit Erlaubnis, diese mit dem königlichen Wappen führen zu dürfen. Am 8. Juni 1786 gründen die ehemaligen Füsiliere in Wangerin die "Militärische Schützenbruderschaft". Kameradschaftlich füreinander einzustehen, die aus den Kriegen heimgekehrten Verwundeten und Kranken zu betreuen, die Witwen und Waisen der Gefallenen zu unterstützen, den verstorbenen Kameraden ein ehrenvolles Begräbnis zu sichern, die Pflege soldatischer Tradition und "mit dem Gewehr alle Jahre nach der Scheibe zu schießen, um die Augen scharf, die Hände sicher und den Geist soldatisch zu erhalten", wie es in den Gründungsstatuten heißt, sind einige der selbstgewählten Verpflichtungen der Wangeriner Bruderschaft. Diese ethischen und gemeinnützigen, kameradschaftlichen Grundsätze haben die wechselvolle Geschichte des Kyffhäuserbundes bis in die heutige Zeit überdauert. Am 17. August 1786 stirbt Friedrich der Große.

1864-deutsch-daenischer-krieg Den eigentlichen Auftrieb erhielten die Kriegervereine nach den militärischen Erfolgen Preußens gegen Dänemark ( 1864 ) und Österreich ( 1866 ) , sowie dem Sieg über Frankreich ( 1871 ). 1873 bildeten die Kriegervereine den vom preußischen Landesverband dominierten Deutschen Kriegerbund . Andere Landesverbände ( Bayern, Sachsen, Württemberg, Hessen und Baden ) blieben dagegen unabhängig . 1888 regte der Deutsche Kriegerbund den Bau des Kyffhäuserdenkmals ( Grundsteinlegung am 10. Mai 1892 )Grundsteinlegung an . Es löste eine starke Einigungsbewegung aus . Während der Bauzeit verwalteten alle Deutschen Landesverbände den Bau des Denkmals , an der Einweihung am 16. Juni 1896 nahmen 10000 Kameraden der Kriegervereine teil .

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