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Die Bedeutung des Kyffhäuser-Denkmals rührte zunächst aus seiner Funktion als Kristallisationskern des deutschen Kriegervereinswesens her. Denn als Alfred Westphal am 12. März 1888 auf einer Vorstandssitzung die Errichtung des Monuments anregte, hatte dafür nicht nur eine allgemeine Verehrung für den drei Tage zuvor verstorbenen Kaiser Wilhelm 1. den Ausschlag gegeben, sondern auch der Überlegung, mit Hilfe eines gemeinsamen nationalen Bauprojektes die seit Jahre zerstrittenen Kriegerverbände Deutschlands einigen zu können. Frustriert über die mangelnden Erfolge aller Zentralisierungsbemühungen konzentrierte der DKB nun seine ganze Kraft auf dieses Denkmal. Seine Geschäftsberichte veröffentlichten ausführliche Abhandlungen zum Fortgang der Planungen, seine Zeitung rühr die Werbetrommel, Rundschreiben und andere gedruckte Aufrufe versuchten, das Interesse und die Spendenbereitschaft der Mitglieder zu wecken. Die Lebhaftigkeit der Aktivitäten deutet darauf hin, daß sich die Kriegerverbände nun erstmals nach Jahren heftiger Konflikte einer gemeinsamen Aufgabe erfreuten. Das Denkmal bildete einen Bezugspunkt außerhalb der festgefahrenen Verbandsquerelen, die durch innere Taktiken und Konzepte nicht zu lösen gewesen waren und daher eines äußeren Anstoßes und Motivs für ihre Beilegung bedurften. Obwohl der DKB seit März 1888 wiederholt zur Beteiligung aufgerufen hatte, fehlten auf der ersten beratenden Sitzung am 7. Oktober 1888 die Kriegerlandesverbände Bayerns und Badens. Die übrigen Delegierten beschlossen indes die Einsetzung eines geschäftsführenden Ausschusses zur Errichtung des Kaiser Wilhelm-Denkmals auf dem Kyffhäuser. Mit Ausnahme Bayerns und Badens konstituierten sich daraufhin überall im Reich Provinzial- und Regionalausschüsse. Mit Georg Fürst; Schwarzburg-Rudolfstadt verständigte sich der Zentralausschuß im Frühjahr 1889 über die Protektoratsübernahme und die Zuweisung eines Bauplatzes.
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